Chronische Schmerzen

Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens früher oder später Schmerzen. Während leichte Schmerzen uns signalisieren, dass im Körper etwas passiert – etwas, das wir oft ignorieren und einfach übergehen – weisen starke Schmerzen darauf hin, dass es Zeit ist, auf dieses Signal zu hören. Es gibt sicherlich auch Menschen, für die selbst das keine ausreichende Warnung ist. Doch wie man so sagt: "Unersetzlich sind viele nicht." Sicher können wir sagen, dass Schmerzen die Grenze zwischen Funktion und Dysfunktion, Gesundheit und Krankheit, Leben und … aufzeigen.

Unser Körper besitzt eine erstaunliche Fähigkeit zur Selbstregeneration und Heilung – vorausgesetzt, wir geben ihm Raum und Zeit dafür. Wenn wir das nicht tun, können kleine Schmerzen und Einschränkungen wie "steifer Nacken", "Knacken in der Schulter" oder "Rückenblockade" chronisch werden. Im besten Fall nehmen Schmerz und Unbehagen zu (richtig gelesen, das ist der bessere Fall, denn dann können wir sie nicht mehr ignorieren). Im schlechteren Fall verringert sich die Intensität, was dazu führt, dass wir in unsere gewohnten (und oft schlechten) Bewegungsmuster zurückfallen und die chronischen Schmerzen, die über Jahre anhalten können, sich voll entfalten. Wir gewöhnen uns daran, akzeptieren, dass wir nicht mehr laufen gehen können, unsere Kinder oder Enkel nicht mehr hochheben oder jedes Mal beim Hinsetzen oder Aufstehen den Atem anhalten, aus Angst, dass es wieder schmerzt.


Sitzende Tätigkeit

Am stärksten beeinflussen uns Tätigkeiten, die wir regelmäßig und in großem Umfang ausüben. Im Durchschnitt verbringen wir etwa ein Drittel des Tages bei der Arbeit, das sind 6 bis 10 Stunden. Wenn Sie eine abwechslungsreiche Arbeit haben, bei der Sie die Position wechseln können, in Bewegung sind, aber auch sitzen oder liegen können, gehören Sie zu einem kleinen Prozentsatz von Menschen, die das Glück haben, dass ihre Arbeit vielfältige Bewegungen bietet. Leider leben wir in einer Zeit, in der es normal ist, mehrere Stunden am Schreibtisch, vor dem Computer oder hinter dem Steuer zu sitzen. Dabei merken wir kaum, wie unser Körper zu leiden beginnt. Es treten Nackenschmerzen, Überlastung und Schulterschmerzen, verspannte Trapezmuskeln sowie Taubheitsgefühle in den Fingern der dominanten Hand auf. Dies sind nur einige Risiken, die mit sitzender Arbeit verbunden sind. Lernen Sie, wie Sie richtig sitzen, Ihre Bewegungen und Körperhaltungen bei der Arbeit optimieren und schlechte Bewegungsgewohnheiten ablegen. Kleine Veränderungen wie die Einstellung des Bürostuhls oder die richtige Höhe des Monitors können die Qualität Ihres Arbeitslebens erheblich verbessern und gesundheitliche Risiken langfristig minimieren.

Lassen Sie sich professionell beraten, wie Sie Ihr Arbeitsumfeld entsprechend Ihrer Körperproportionen effektiv einrichten. Der erste Schritt zu schmerzfreiem Arbeiten ist die Erstuntersuchung.


Sport

Wir leben in einer Zeit, in der natürliche Bewegung immer seltener wird. Wir müssen kein Holz mehr hacken, um nicht zu erfrieren, und auch keine Kilometer zu Fuß zurücklegen, um Lebensmittel zu besorgen. Körperliche Arbeit wird durch automatisierte Maschinen ersetzt, die wir bequem vom Büro aus steuern. Sport übernimmt die Rolle, diesen bequemen Lebensstil auszugleichen. Er steigert die Herzfrequenz, aktiviert die Muskeln, fördert den Stoffwechsel und unterstützt die Produktion von Hormonen, die unser psychisches Wohlbefinden verbessern.

Doch wie es so schön heißt: "Zu viel des Guten ist schädlich." Wie bei allen Abhängigkeiten reicht irgendwann das gelegentliche Joggen oder zweimal wöchentliches Training nicht mehr aus. Das Gehirn verlangt regelmäßig und häufig die Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen), und der Körper beginnt, sich zu überlasten und zu schädigen. Sehnenüberlastungen können auftreten, was zu Problemen wie Achillessehnenentzündung, Plantarfasziitis, Läuferknie, Springerknie, Tennisellenbogen oder Golferellenbogen führt. Hier spielen Ihre Körperkonstitution, die Art des Sports sowie Intensität und Regelmäßigkeit eine große Rolle. Wichtig sind auch Regeneration und Ausgleich. Wenn Sie Ihre Schwachstellen kennen und daran arbeiten sowie lernen, den Sport angemessen zu kompensieren, werden Sie lange Freude daran haben.

Die gute Nachricht: Auch bei langanhaltenden Schmerzen und Problemen kann man mit der richtigen Therapie und Vorgehensweise aus diesem Teufelskreis aussteigen, der Sie womöglich jahrelang belastet. Man muss nur den Willen haben und den ersten Schritt machen! Der erste Schritt zu schmerzfreiem Sport ist die Erstuntersuchung..